Aktuelles


100 Jahre GEDOK
Samstag, den 30.5. um 18 Uhr

Jana Debrodt, GEDOK Brandenburg, „Selbstgespräch – Klangnetzwerke von Frauen“. Die Besucher*innen betreten ein laufendes Klangsystem. Nichts wird dirigiert, vieles gerät in Bewegung. Klänge entstehen aus Nähe, Abhängigkeit und Verschiebung. Ein Klangsystem ohne Zentrum.

Barbara Christine Henning, GEDOK München, präsentiert „Almleben“, eine Klangkollage aus Geräuschen, Jodlern, Obertongesang, Telefon-Gesprächsfetzen sowie Kuh-Glockengeläute.

Dorothee Schabert/Lea Ammertal, GEDOK Karlsruhe. „Balanceakt“ ist eine Gratwanderung zwischen Sprache und Klang, Natur und Mensch, Insekt und Nachrichtenstimme, Stille und Geräusch.

Ute Seifert, GEDOK Bremen, „Leporelli“ und „Herztöne“. In Zusammenarbeit mit der Schweizer Komponistin und Pianistin Aida Käser-Beck wird die Begegnung zweier Künste erforscht und das Phänomen der Zeit, das Malerei und Musik zugrunde liegt, zum Erleben gebracht.

Gisela Weimann, GEDOK Berlin. Die Videodokumentation „Im Garten der Komponistinnen“ vermittelt einen Einblick von vielen multimedialen Kooperationen.

Eröffnung mit einer Einführung von Dr. Barbara Barthelmes, Berlin

Öffnungszeiten: So, den 31.5. 2026 von 16-18 Uhr Sa/So, den 6./7. sowie 13./14.6. von 16-18 Uhr.
Finissage am 14.6.: Performance & Gespräch, Barbara Christine Henning / Stimme & Hartmut Schmid / Monocord.

(Foto: Jana Debrodt)

Jana Debrodt *1975

studierte Freie Kunst und Bildhauerei an der Kunsthochschule Berlin Weißensee (Diplom, Meisterschülerin) sowie Kommunikationswissenschaften, Elektronik und elektroakustische Komposition an der TU Berlin und der HfG Karlsruhe. Von 2003 bis 2006 war sie Stipendiatin der Studienstiftung des deutschen Volkes; dieses Förderprogramm ermöglichte ihr auch ein Gastsemester an der École des Beaux-Arts in Nantes, Frankreich.

Weitere Auszeichnungen umfassen das Goldrausch-Künstlerinnenstipendium (2009), Arbeitsstipendien des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur Brandenburg (2019 und 2025) sowie zahlreiche weitere projektbezogene Förderungen. Sie hatte Lehraufträge und Gastdozenturen u. a. an der Hochschule Anhalt Dessau und an der Universität der Künste Berlin.

In ihrer Arbeit mit dem Klang ist sie Grenzgängerin zwischen den Disziplinen und verschiedenen Medien. In interaktiven oder elektromechanischen Installationen, ortsspezifischen Interventionen, Objekten oder experimentellen Performances experimentiert und forscht sie an Wahrnehmung, Aufmerksamkeit und Haltung.

www.jana-debrodt.de


Ute Seifert *1956

Widmete sich nach einem Studium der Betriebswirtschaft der Philosophie, der Psychologie und der Kunsttherapie. Im Anschluss folgten weitere Studien der Freien Kunst und der Malerei.

Ihre künstlerische Arbeit wurde mit Stipendien und Preisen in Hamburg und Bremen gefördert.

Die Werke Ute Seiferts wurden in zahlreichen Ausstellungen gezeigt, die sie auch nach Japan, Island, Polen und Thailand führten.

Schwerpunkt des künstlerischen Schaffens sind neben der Malerei Objekte und Klanginstallationen, die sie von 1986 – 2019 in enger Zusammenarbeit mit der Schweizer Komponistin und Pianistin Aida Käser-Beck gestaltete und den die Künstlerinnen als Parallele Komposition von Musik und Bildender Kunst verstehen.

 www.ute-seifert.de


Aida Käser-Beck

Nach einer zweisprachigen und von Musik geprägten Kindheit an verschiedenen Orten der Schweiz,- folgte das Mittellehrerstudium in Französisch, Englisch und Schulmusik. Die drei vorhandenen Sprachen (mit Schweizerdeutsch als vierter) prägten auch die Texte, die später für Schulmusicals oder Songs für Popgruppen entstanden.

Sie arbeitete in den Fächern Improvisation und Komposition mit Claude Perrottet am Laban-Tanzzentrum Zürich zusammen, mit der Lieder- und Theatermacherin Christine Kägi und mit Benno Hofer im Studio Nadelberg-Ton-Art Basel für alles, was „Computer braucht und wachen musikalischen Sinn“.

Barbara Christine Henning *1954

Nach Studien u.a. in den Bereichen Germanistik, Graphikdesign, Kunsterziehung und Kunstgeschichte, studierte Barbara Christine Henning Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste in München mit abschließendem Diplom als Meisterschülerin in Bildhauerei und absolvierte das Staatsexamen für das höhere Lehramt in Kunst. Parallel dazu erhielt sie eine klassische Gesangsausbildung und später eine im Obertongesang bei Michael und Jochen Vetter.

Sie war Mitglied des Chors der Münchner Philharmoniker und arbeitete 1998 anlässlich einer Einzelausstellung erstmalig mit eigenem Oberton-Sänger-Ensemble zusammen.

Nach Lehrtätigkeiten an Fachhochschulen in München, Coburg und an der Sommerakademie Neuburg/Donau, unterrichtete sie als Professorin für Gestalten und Darstellen an der Hochschule für angewandte Wissenschaften München im Fachbereich Architektur.

Ihre künstlerische Arbeit wurde durch Stipendien gefördert und durch Wettbewerbe und Preise ausgezeichnet.

Schwerpunkte ihres Schaffens sind ihre „Inszenierte Klangskulpturen“, die sie mit ihren Obertonsängern im Rahmen von Performances aufführt.

www.barbarahenning.de

www.instagram.com/b.c.henning


Gisela Weimann * 1943

in Bad Blankenburg/Thüringen geboren, studierte Malerei an der Hochschule der Künste Berlin, Freie Grafik und experimentelle Fotografie am Royal College of Art in London und Film und Fotografie am San Francisco Art Institute. Reisen sowie Studien- und Lehraufenthalte im Ausland prägten den Lebensweg der Künstlerin.

Sie erhielt zahlreiche renommierte Stipendien und Preise.

Ein Arbeitsschwerpunkt seit Ende der 80er Jahre sind Aktionen, multimediale Projekte und Klanginstallationen in Kooperation mit Komponist:innen und Musiker:innen. In diesem Rahmen hat sie u.a. mehrfach mit Violeta Dinescu, Ellen Hünigen, Mayako Kubo, Clara Maïda, Franz Martin Olbrisch, Conrado del Rosario, Friedrich Schenker, Keith Gifford, Pauline Oliveros, Georg Katzer, Annette Schlünz, Susanne Stelzenbach, Katia Guedes, Witold Szalonek, Karmella Tsepkolenko und vielen anderen zusammengearbeitet.

Sie ist zudem Verfasserin künstlerischer und kunstwissenschaftlicher Texte. Bei ihren international angelegten, kooperativen Projekten stehen soziopolitische und feministische Themen im Vordergrund.

www.giselaweimann.de/pdf_exh09/GW_geteilteZeit_programm.pdf

http://www.giselaweimann.de/

Dorothee Schabert *1952

schloss Studien in Geschichte und Germanistik sowie in den Fächern Tonmeister und Komposition ab. Von 1992 -2017 arbeitete sie als Tonmeisterin beim SWR 2 in Baden- Baden.

In den letzten Jahren konnte sie sich wieder verstärkt der Komposition und der Klangkunst zuwenden.

Gefördert wurde diese Arbeit durch mehrere Kompositionsstipendien.

Ihr Schaffen umfasst Werke für Instrumente und Stimmen, Klanginstallationen

Essays und Vorträge zu Ästhetik von Musik und Technik.

www.dorotheeschabert.de


Lea Ammertal *1963

Wurde früh durch ihre Liebe zur Sprache geprägt. Schon in ihrer Gymnasialzeit in Tübingen war sie Scheffel-Preisträgerin.

Sie studierte Neuere Deutsche Literatur und Kunstgeschichte und nach einer Familienpause berufsbegleitend Musikpädagogik.

Lea Ammertal hat mehrere Lyrikbände veröffentlicht, ihre Gedichte und Kurzprosa finden sich zudem in Anthologien.

Sie war Stipendiatin des Baden Württembergischen Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst und Preisträgerin des Paul-Celan-Lyrikwettbewerbs in Karlsruhe.

„In ihrer Lyrik lotet sie Menschsein und Natur im Spannungsfeld zwischen Nähe und Entfremdung, sichtbarer und unsichtbarer Welt aus.“

lea-ammertal.jimdofree.com



Strobreden – Haus für Klangkunst-Enthusiasten
Bahrenfelder Chaussee 144
22761 Hamburg

Anmeldung für unsere privaten Veranstaltungen bitte unter: info@strobreden.de